Nicht auskömmlich

Wenn sogar 45 Beitragsjahre keine ordentliche Rente bringen

Dietmar Bartsch (links, Die Linke, hier mit Parteikollege Bodo Ramelow) wollte wissen, wie hoch das Rentenniveau in Deutschland ist
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Dietmar Bartsch (links, Die Linke, hier mit Parteikollege Bodo Ramelow) wollte wissen, wie hoch das Rentenniveau in Deutschland ist
Fans der gesetzlichen Rente müssen jetzt stark sein. Denn, obwohl sie 45 Jahre lang eingezahlt haben, bleibt vielen Rentnern nur eine schmale Rente. Das zeigen Zahlen der Bundesregierung.

Selbst wenn jemand 45 Jahre lang in die gesetzliche Rente eingezahlt hat, kommt nicht selten nur wenig raus. So bekommt beispielsweise jeder Vierte auch nach dieser langen Zeit eine Rente von weniger als 1.300 Euro im Monat.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch hervor. Der Deutschen Presse-Agentur (DPA) liegt sie vor, und Medien zitieren daraus.

Die Zahlen bekommen insofern einen schalen Beigeschmack, dass der frühere Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) stets von einer „auskömmlichen Altersrente“ sprach. Er nutzte diesen Ausdruck gern dann, wenn es ums Rentenniveau und dessen Haltelinie bei 48 Prozent ging. Doch von „auskömmlich“ dürfte eine Rente unter 1.300 Euro ein gutes Stück entfernt sein.

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Das Rentenniveau und damit auch die Haltelinie bezieht sich auf den sogenannten Eckrentner. Das ist eine theoretische Figur, die 45 Jahre lang auf Basis des durchschnittlichen Einkommens in die gesetzliche Rente eingezahlt hat.

Im Schnitt bekommen laut Bundesregierung die zurzeit über 5,5 Millionen Rentner mit mindestens 45 Einzahljahren eine Rente von 1.668 Euro. Ob das auskömmlich ist, auch darüber dürfte sich trefflich streiten lassen.

Wie bei den Gehältern, gibt es auch in der Rente große Unterschiede zwischen der ehemaligen DDR und dem ehemaligen Westdeutschland. Im Osten beträgt die durchschnittliche Rente nach 45 Beitragsjahren 1.527 Euro, im Westen 1.729 Euro.

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