„Neuer Generationenvertrag“

PKV-Verband legt eigenes Pflege-Konzept auf den Tisch

© PKV-Verband
Florian Reuther ist seit März 2019 Direktor des PKV-Verbands.
Der PKV-Verband hat einen Vorschlag gemacht, wie die Pflege in Zukunft finanziert werden soll. Der Kerngedanke des neuen „Generationenvertrags“: Steigende Eigenanteile bei den Älteren abfedern und zugleich den Jüngeren mehr private Eigenvorsorge ermöglichen. Wie das konkret aussehen soll, erfahren Sie hier.

Vorschläge zur künftigen Finanzierung der Pflege gibt es viele, doch der PKV-Verband ist mit keinem davon so richtig zufrieden: „Ob Sockel-Spitze-Tausch, Vollversicherung oder Zuschüsse aus Steuergeldern – das alles würde die demografie-anfällige Umlagefinanzierung ausweiten, die Jüngeren damit noch weiter belasten und den Wirtschaftsstandort Deutschland schwächen“, kritisiert PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther „die Schwäche anderer Modelle“ – und hat daher ein eigenes vorgeschlagen.

[mehr_zum_thema title=“Mehr zum Thema“]

Demnach soll es mehr Versicherten ermöglicht werden, ihre persönliche Pflegelücke zu schließen, „ohne die nachfolgenden Generationen zu belasten“, skizziert Reuther die „Brücke zwischen den Generationen“, die der Verband schlagen möchte. „Entsprechende Tarife der PKV sind bereits auf dem Markt und kosten, insbesondere beim Abschluss in jüngeren Jahren, oft viel weniger als vermutet“, heißt es aus Berlin. Durch Steuerabzüge, betriebliche Vereinbarungen oder staatliche Förderung wie beim sogenannten Pflege-Bahr könnten sie noch günstiger werden, so der Verband weiter.

Für die heute Älteren, denen der Aufbau einer ausreichenden Eigenvorsorge „nicht mehr ohne weiteres“ möglich sei, sieht das PKV-Modell zusätzliche Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung vor: Der Anstieg der Eigenanteile würde dadurch gedämpft, so die Erwartung Reuthers. Dabei sollen die heute über 80-Jährigen die größte Unterstützung und die nachfolgenden Jahrgänge schrittweise etwas weniger. Sobald alle „Babyboomer“ im Ruhestand seien, könne diese Solidarleistung auslaufen. „Die nachkommenden Versicherten wären dann durch private Vorsorge nachhaltig abgesichert“, so das Fazit des PKV-Verbands.

Wirklich teurer soll es unterm Strich nicht werden: Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung könne durch diese Maßnahmen langfristig auf dem heutigen Niveau nahe 3 Prozent stabilisiert werden, versichert der Verband.

Ähnliche Beiträge

Nicht verpassen!

Pfefferminzia Pro

Hier sollte ein Text stehen, der die Vorteile von Pfefferminzia Plus erklärt, wie günstig man mitmachen kann, wie viele Partner*innen dabei sind und warum kein*e Makler*in ohne auskommen kann!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert