Weniger Wettbewerb

Zielgruppe suchen: Sollten Makler jetzt umdenken?

Versicherungsmakler Christian Heß: Spielregeln selbst bestimmen
© Stöver, Hermann und Partner
Versicherungsmakler Christian Heß: Spielregeln selbst bestimmen
Sollten Versicherungsmakler ihre Kunden rundherum beraten? Oder sollten sie sich Zielgruppen suchen und diese ganz speziell bearbeiten? Makler Christian Heß von Stöver, Hermann und Partner in Bremen hat sich auf Luftfahrt und Flugsicherung spezialisiert – und liefert in seinem Gastbeitrag Argumente, warum er das richtig findet und welche Vorteile es bringt.

Der klassische Allround-Makler nach dem Motto „alles für jeden“ wirkt heute manchmal wie ein Relikt. Kunden wissen mehr, erwarten mehr – und wer auf alles ein bisschen spezialisiert ist, kann schnell ins Hintertreffen geraten. Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet: Wird in Zukunft derjenige erfolgreich sein, der alles ein bisschen beherrscht – oder der, der in seiner Zielgruppe alles weiß?

  1. Der sich verändernde Markt

Die Versicherungsbranche verändert sich tiefgreifend. Produkte werden komplexer, individueller und technischer. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen der Kunden – Standardlösungen sind für viele längst keine Option mehr.

Die Digitalisierung beschleunigt diese Entwicklung massiv: Vergleichsportale, smarte Apps und zunehmend auch Künstliche Intelligenz geben Kunden heute Einblicke, die früher nur Fachleuten vorbehalten waren.

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Das hat Folgen: Wer heute eine Versicherung sucht, wendet sich gezielt an den Berater, der in seinem spezifischen Bedarf ein ausgewiesener Experte ist – und das vom ersten Gespräch an beweisen kann.

  1. Spezialisierung als Effizienz- und Qualitätsschub

Makler, die sich klar auf eine Zielgruppe konzentrieren, profitieren gleich doppelt:

Zum einen entwickeln wir für unsere Klientel maßgeschneiderte Konzepte, die deren Bedarf punktgenau treffen. Zum anderen wiederholen sich Abläufe und Situationen, sodass wir Prozesse verschlanken, Beratungen effizienter gestalten und gleichzeitig die Qualität erhöhen können.

Das kontinuierliche Arbeiten „im System der Zielgruppe“ vertieft unser Verständnis, verfeinert unsere Beratungsansätze und macht unsere Angebote noch passender – was sich unmittelbar in Kundenzufriedenheit und langfristigen Bindungen niederschlägt.

  1. Der Makler als Marke

Positionierung ist mehr als ein Marketing-Gag – sie ist die Grundlage, um im Kopf der Zielgruppe als der Fachmakler verankert zu bleiben.

Sobald wir für unsere Zielgruppe sichtbar geworden sind, verändert sich das Verhältnis zu den Kunden: Wir werden nicht angefragt, weil wir Versicherungen anbieten, sondern weil wir die Experten für genau ihr spezielles Szenario sind.

Diese Spezialisierung erzeugt einen Sog-Effekt:

  • Kunden fühlen sich verstanden, bevor sie überhaupt ihr Anliegen detailliert erklären.
  • Empfehlungen tragen schneller Früchte, weil unser Profil klar umrissen ist.
  • Wir unterscheiden uns klar von Generalisten, die sich erst einarbeiten müssten.
  1. Zielgruppen erkennen – oft ist der Weg kürzer als gedacht

Viele Makler investieren viel Zeit in Marktforschung, um potenzielle Zielgruppen zu identifizieren, übersehen dabei aber die Schätze im eigenen Netzwerk. Der erste Ansatzpunkt ist fast immer der aktuelle Kundenbestand: Welche Berufsbilder, Lebenslagen oder Freizeitaktivitäten tauchen dort gehäuft auf?

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