Verivox-Umfrage

Für Urlaub geben Deutsche lieber Geld aus als für ihre Gesundheit

Sturmflut auf Sylt: Für ihren Urlaub veranschlagen die Deutschen im Schnitt 2000 Euro und mehr pro Jahr, für Gesundheitsleistungen weit weniger.
© picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt
Sturmflut auf Sylt: Für ihren Urlaub veranschlagen die Deutschen im Schnitt 2.000 Euro und mehr pro Jahr, für Gesundheitsleistungen weit weniger.
Gesundheit ja – aber bitte günstig: Eine Verivox-Studie zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen nur wenig Geld für private Gesundheitsleistungen ausgeben will. Das ist bei Ausgaben für Urlaub und das eigene Auto anders. Woran das liegt.

Höchstens 299 Euro im Jahr würden die meisten Menschen in Deutschland für private Gesundheitsleistungen ausgeben – viele davon sogar noch weniger oder gar nichts. 63 Prozent verorten in einer Verivox-Umfrage ihre Ausgabebereitschaft auf der Skala bis 299 Euro. 15 Prozent sind überhaupt nicht bereit, Geld für private Gesundheitsleistungen wie Spezialuntersuchungen oder Selbstzahler-Leistungen auszugeben. Weitere 19 Prozent würden bis zu 99 Euro aus eigener Tasche zahlen, 28 Prozent immerhin zwischen 100 und 299 Euro.

Zu diesen Erkenntnissen gelangte eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Verivox. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Innofact im Mai 2025 online 1.008 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren.

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Deutlich großzügiger zeigen sich die Befragten bei Ausgaben für ihr Auto oder den Urlaub. Der größte Anteil – rund ein Viertel – würde 500 bis 999 Euro jährlich für Auto-Wartung und -Reparaturen ausgeben. Beim Urlaub liegt das Budget noch höher: Die meisten (30 Prozent) veranschlagen für Reisen 2.000 Euro und mehr.

Vorsorge nicht bei allen en vogue

Auch ohne Zuzahlungen sind viele Menschen in Deutschland nachlässig bei ihrer Gesundheitsvorsorge. Befragt nach den Gründen, warum sie in der Regel einen Arzt aufsuchen, geben nur zwei Drittel Vorsorgeuntersuchungen wie Gesundheitschecks und Krebsvorsorge an.

Dabei zeigen sich Unterschiede nach Bildungsgrad und Einkommen. In Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 1.500 Euro nimmt etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch. Unter Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen ab 3.800 Euro sind es 73 Prozent.

Ein ähnliches Muster zeigt sich beim formellen Bildungsgrad: 68 Prozent der Akademiker suchen einen Arzt für Vorsorgeuntersuchungen auf. Bei Personen mit einem Volks- und Hauptschulabschluss sind es 61 Prozent.

Frauen nehmen Vorsorge ernster

Auch zwischen den Geschlechtern gibt es deutliche Unterschiede: 72 Prozent der Frauen gehen zu Vorsorgeuntersuchungen. Bei den Männern sind es nur 60 Prozent.

Gefragt nach bei der letzten gynäkologischen Vorsorge geben 60 Prozent der Frauen an, sie in den vergangenen zwölf Monaten wahrgenommen zu haben. Weitere 15 Prozent waren vor ein bis zwei Jahren beim Arzt. Nur die zahnärztliche Kontrolle erreicht höhere Werte: 70 Prozent der Befragten waren in den vergangenen zwölf Monaten beim Zahnarzt, weitere 14 Prozent vor ein bis zwei Jahren.

Trügerisches Sicherheitsgefühl hält viele fern

Die größte Hürde für die Prävention ist offenbar das eigene Wohlbefinden. 42 Prozent der Befragten geben an, keine Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen zu haben, weil sie sich gesund fühlen und keine Notwendigkeit sehen. Auch hier spielen Einkommen und Bildung eine Rolle. 47 Prozent der Personen mit Hochschulabschluss verzichten auf Vorsorge aus diesem Grund, unter Hauptschulabsolventen sind es 37 Prozent.

Von den Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 3.800 Euro nennen 50 Prozent ihr gutes Gesundheitsgefühl als Grund, bei Personen mit bis zu 1.500 Euro sind es 37 Prozent.

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