TK fordert Einsparungen bei Arzneimitteln

Ärztin spricht mit junger Patientin: Fast jeder Zweite ist laut einer aktuellen Studie der TK mit dem Gesundheitssystem unzufrieden.

Mit Sofortmaßnahmen könnten Krankenkassen bei Arzneimitteln sowie bei Heil- und Hilfsmitteln kurzfristig Kosten sparen. Davon ist die Techniker Krankenkasse (TK) überzeugt. Im Jahr 2024 gaben die Krankenkassen mehr als 55 Milliarden Euro für Arzneimittel aus. Dieser Betrag ist höher als für ärztliche Behandlungen. Insbesondere neue Medikamente werden immer teurer.

Ein höherer Herstellerrabatt bei patentgeschützten Arzneimitteln von 7 auf 17 Prozent könnte die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) jedes Jahr um mehr als 3 Milliarden Euro entlasten. Bei Heil- und Hilfsmitteln sind Einsparungen von bis zu 850 Millionen Euro jährlich möglich, zum Beispiel, wenn Ausschreibungen wieder eingeführt würden.

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Sofortprogramm könnte GKV um Milliarden Euro entlasten

Die Ausgaben für Gesundheit sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen, dass die Krankenkassen ihre Beiträge zu Beginn des Jahres auf ein Rekordhoch anheben mussten.

Mit einem Sofortprogramm ist es möglich, kurzfristig mehr als 8 Milliarden Euro einzusparen und Beitragsanstiege im kommenden Jahr zu verhindern, ohne Leistungen zu kürzen. So hätte die Politik Zeit gewonnen, die sie dann aber auch für grundlegende Reformen nutzen muss, um die Ausgaben langfristig in den Griff zu bekommen“, sagt TK-Chef Jena Baas. Für 2026 rechnen die Krankenkassen aktuell mit einem Defizit von bis zu 8 Milliarden Euro.

47 Prozent sind mit Gesundheitssystem unzufrieden

Mit diesen hohen Kosten und dem gesamten Gesundheitssystem sind nicht nur die Krankenkassen, sondern auch die Versicherten zunehmend unzufrieden. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Meinungsforschers Forsa im Auftrag der TK: Fast jeder Zweite (47 Prozent) äußert seine Unzufriedenheit. Noch im Februar dieses Jahres waren es lediglich 30 Prozent.

„Immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass sie für immer weiter steigende Beiträge keinen angemessenen Gegenwert mehr bekommen, zum Beispiel wenn sie lange auf Arzttermine warten müssen“, so Baas. Die Unzufriedenheit mit dem System habe sich seit dem Jahr 2021 verfünffacht. Damals gaben nur 10 Prozent an, dass sie nicht zufrieden seien.

„Diese Zahlen sind ein Alarmzeichen für die neue Regierung, dass sie dringend handeln und die Versäumnisse der Vorgängerregierung nachholen muss“, fordert Baas.

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