Schäden könnten sich bis 2050 verdoppeln

Klimawandel kostet Versicherer Milliardenbeträge

Collage mit blühender Landschaft links und verdorrten und überfluteten Bäumen rechts: Der weltweite Klimawandel sorgt bei deutschen Versicherern für Milliardenschäden.
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Collage mit blühender Landschaft links und verdorrten und überfluteten Bäumen rechts: Der weltweite Klimawandel sorgt bei deutschen Versicherern für Milliardenschäden.
Der Klimawandel sorgt zunehmend für Hochwasser und Starkregen. Auch Hagelschäden nehmen zu. Daher steigen auch die Schadensummen von Versicherern an. Und ein Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht, warnt der GDV.

Schäden durch Naturgefahren und den Klimawandel verursachten in der Sach- und KFZ-Versicherung allein im Jahr 2023 für Kosten von 5,6 Milliarden Euro. Schäden in Höhe von 3,7 Milliarden Euro sind im Bereich Sachversicherungen entstanden. Dazu zählen Wohngebäude-, Hausrat-, Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsversicherungen:

  • 2,7 Milliarden Euro davon gingen auf 858.000 Sturm- und Hagelschäden zurück.
  • Eine Milliarde Euro kosteten weitere 170.000 Naturgefahrenschäden aus der Kategorie Elementar.

KFZ-Versicherer mussten für Schäden in Höhe von 1,92 Milliarden Euro aufkommen. Diese waren vor allem durch 470.000 Sturm- und Hagelschäden entstanden. Auch 4.600 Überschwemmungsfälle hatten für Schäden an Autos in Höhe von 20 Millionen Euro gesorgt.

Diese Angaben stammen aus dem Naturgefahrenreport des GDV . Er erscheint jährlich zusammen mit einem detaillierten Datenbericht.

Städte, Infrastruktur und Gebäude müssen sich an den Klimawandel anpassen

„Die Auswirkungen des Klimawandels werden immer deutlicher. Städte, Infrastruktur und Gebäude müssen sich an die neuen Klimabedingungen anpassen. Es braucht mutige, durchgreifende Maßnahmen“, betont Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Versicherer (GDV).

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Der diesjährige Themenschwerpunkt des Naturgefahrenreports des GDV liegt darauf, die Wassersensibilität von Infrastruktur, Gebäuden und Städten zu messen. Dass Hochwassereignisse sich so häufen, ist aus Asmussens Sicht „kein Zufall, sondern Resultat des Klimawandels – und wir sind als Gesellschaft unzureichend vorbereitet“. Den Bericht ergänzt eine Datensammlung mit rund 70 Tabellen, die das Schadenausmaß durch Naturgefahren dokumentieren.

Schäden durch den Klimawandel könnten sich bis 2050 verdoppeln

Der Klimawandel hat weltweit großen Einfluss auf die Zunahme von Naturkatastrophen – auch in Deutschland. „Wir rechnen damit, dass sich die Schäden infolge des Klimawandels bis 2050 mindestens verdoppeln werden“, so Asmussen.

Sie entstehen durch extreme Wetterereignisse wie Starkregen und die daraus resultierenden Hochwasser sowie Stürme, Hagel oder Brände. „Wir brauchen zweierlei: Die Bekämpfung des Klimawandels und die Anpassung an seine Folgen“. Deutschland müsse seine Bemühungen intensivieren, um die Pariser Klimaziele zu erreichen und so den Klimawandel zu verlangsamen.

Allerdings gibt es hierzulande auch viele Missverständnisse gerade zum Thema „Starkregen und Hochwasser“ und deren Folgen. Die Ergo hat bei den fünf häufigsten Mythen einmal einen Faktencheck vollzogen. Die Informationen dazu finden Sie hier.

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