Immer teurer

Hagelschäden kosten durchschnittlich 3.860 Euro

Petru Perju drückt mit einem Werkzeug Dellen aus einer Motorhaube: Hagelschäden sorgen für teure Reparaturen an Autos.
© picture alliance/Keystone | Peter Schneider
Petru Perju drückt mit einem Werkzeug Dellen aus einer Motorhaube: Reparaturen nach Hagelschäden sind für Autofahrer immer teurer.
Hagelschäden gehören für Autofahrer wohl zu den größten Ärgernissen. Und die Kosten für die Reparatur nach Hagelstürmen kommen sie immer teurer zu stehen. Die ADAC Versicherung hat sich die aktuelle Lage einmal genauer angeschaut.

Für Autofahrer sind Hagelschäden generell ein großes Ärgernis. Und sie werden immer teurer. Die ADAC Autoversicherung zahlte laut Versicherungsdaten im Jahr 2023 durchschnittlich rund 3.860 Euro für Reparaturen von Hagelschäden an Kraftfahrzeugen an ihre Versicherten aus.

Zum Vergleich: 2019 lagen die durchschnittlichen Kosten noch bei rund 2.800 Euro. Damit sind die Kosten durch Hagelstürme innerhalb von vier Jahren um knapp 38 Prozent gestiegen.

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Der Schadendurchschnitt bei Unfällen von Vollkaskoversicherten beim ADAC stieg in den vergangenen vier Jahren um 15 Prozent. Und generell erhöhen die Preise für Ersatzteile und höhere Werkstattkosten Jahr für Jahr die Fahrzeugreparaturen.

„Durch den Klimawandel steigt die Wahrscheinlichkeit und die Intensität von Extremwetterereignissen“, sagt Sandra Reichert, Schadenvorständin der ADAC Autoversicherung. Das bedeutet konkret: Hagelunwetter werden heftiger, die Schäden an Kraftfahrzeugen schlimmer und die Reparaturen teurer.

Im Sommer treten Hagelschäden häufiger auf

Vor allem die Sommermonate gelten laut den ADAC-Experten als Hagelmonate. Die Hagelstürme treten oft lokal auf. Und sie richten immer wieder große Schäden an. Hagelstürme sorgen an Fahrzeugen häufig für Dellen auf dem Dach, der Motorhaube oder dem Kofferraumdeckel.

Gefährlich und teuer für Autobesitzer können außerdem Glasschäden werden. Durch eine zersplitterte Scheibe kann Regen ins Auto eindringen und zu erheblichen Schäden führen. Auch kleine Risse im Glas können sich rasch vergrößern. Daher sollten Autobesitzer diese schnell reparieren.

Süddeutsche Autofahrer sind stärker von Hagelschäden betroffen

Besonders hart traf es zuletzt Autofahrer im Süden Deutschlands. Die höchsten KFZ-Schäden durch Naturgefahren ereigneten sich zwischen den Jahren 2020 und 2023 jedes Jahr in Bayern. Zu diesem Ergebnis kommen Auswertungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

  • Im Jahr 2023 lagen die Unwetterschäden an Kraftfahrzeugen bundesweit bei rund 2 Milliarden Euro.
  • Davon entfielen 828 Millionen Euro auf Bayern.
  • Stark betroffen waren in den vergangenen Jahren außerdem die Autofahrer in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Mit einer Kaskoversicherung können sich Autofahrer zumindest vor den finanziellen Folgen von Unwetterschäden am Fahrzeug versichern. Die Vollkasko- beziehungsweise Teilkaskoversicherung übernimmt unter anderem die Kosten für Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen.

Wie Autofahrer sich am besten vor Hagelschäden schützen können und wie sie mit einem Hagelschaden am besten umgehen, hat das ADAC-Team hier zusammengefasst.

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