GKV

Studie: Krankenkassenbeiträge steigen weiter

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (l, CDU) betrachtet ein CT im Krankenhaus GRN-Klinik Weinheim. Rechts im Bild die Ärztliche Direktorin Lelia Bauer: Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung steigen wahrscheinlich weiter
© picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (l, CDU) betrachtet ein CT im Krankenhaus GRN-Klinik Weinheim. Rechts im Bild die Ärztliche Direktorin Lelia Bauer: Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung steigen wahrscheinlich weiter
Mal ein Jahr ohne steigende Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung? Schön wär’s, passieren wird es aber wohl nicht. Eine Studie legt nahe, dass es weiter nach oben geht.

Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) werden wohl auch im kommenden Jahr steigen. Das berichtet das „Handelsblatt“ und bezieht sich dabei auf eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte.

Genaugenommen handelt es sich um die Zusatzbeiträge, die im kommenden Jahr im Durchschnitt bei 2,9 Prozent liegen sollen. Das wären 0,4 Prozentpunkte mehr als im laufenden Jahr. Unterm Strich ergäbe sich damit ein Gesamtbeitrag von 17,5 Prozent.

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Es wäre die logische Konsequenz aus der nach wie vor angespannten Finanzlage der GKV. Auch in diesem Jahr rechnet man mit einem Fehlbetrag in Milliardenhöhe. Und Deloitte zufolge geht das weiter: Die Studienautoren erwarten bis 2050 ein Finanzloch von 400 bis 600 Milliarden Euro. Schon Ende 2030 könnte es bei knapp 100 Milliarden Euro liegen.

Die neue Prognose fällt in eine Zeit, in der ohnehin schon viel über den Sozialstaat und speziell die GKV nachgedacht wird. Von gedeckelten Ausgaben, also Moratorium, ist die Rede. Krankenkassen verklagen den Bund auf 10 Milliarden Euro, weil der die Beiträge von Bürgergeldbeziehern übernehmen soll. Und Tino Sorge, Staatssekretär am Bundesgesundheitsministerium, schlägt für die GKV einen Basistarif vor.

Interessant wird allerdings vor allem, was die Kommission zur Sozialstaatsreform herausfindet. Sie nahm Anfang September ihre Arbeit auf und soll den kompletten Sozialstaat auf Vordermann bringen.

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