„Wir wollen nicht die Größten sein, sondern coole Sachen machen“

Gewerbespezialist Jens Steinkamp (links) und Geschäftsführer Christopher Kluwe (Mitte) von Aruna im Gespräch mit Pfefferminzia-Redakteur Andreas Harms

Weil es nicht das Kerngeschäft ist?

Kluwe: Genau. Und dann stehen wir bereit. Wir wollen aber auch niemandem etwas aufzwängen. Wenn sich der Makler in einem bestimmten Bereich gut aufgestellt fühlt, ist das für uns völlig in Ordnung.

Und wenn er damit bei einem anderen Pool angebunden ist?

Kluwe: Auch das ist kein Problem. Ein Kollege von einem anderen Pool sagte mal, dass alles auf eine einzige Pool-Anbindung pro Makler hinausläuft. Das sehe ich überhaupt nicht so. Wenn jemand für sich gute Abläufe und Anbindungen gefunden hat, warum sollen wir ihm dazwischenfunken? Wir helfen immer dann, wenn es auf bestimmten Gebieten mal nicht so läuft.

Können Sie auf allen Gebieten helfen, oder haben Sie Lücken?

Steinkamp: Rein versicherungstechnisch können wir alles. Seit einiger Zeit machen wir auch Factoring und Kaution, und das professionalisieren wir jetzt. Was wir nicht machen, dürfen und auch nicht können, sind alle möglichen Bankgeschäfte. Zum Beispiel bei Kreditversicherungen für Bankenkredite sind wir raus.

Aruna-Geschäftsführer Christopher Kluwe: „Was soll ich damit?“ (Foto: Aruna)
Aruna-Geschäftsführer Christopher Kluwe: „Was soll ich damit?“ (Foto: Jörg Zinke/Aruna)

Aber woher kommt Arunas Ruf, auf Gewerbegeschäft spezialisiert zu sein?

Kluwe: Vielleicht daher, dass unser Kollege Frank Werner vor 15 Jahren hier begann und seinen Fokus im Sachgeschäft hat. Er weiß genau, was er tut, und hat uns auf diesem Gebiet stark gemacht. Gleichzeitig hatte es das Personengeschäft wegen der Marktumstände und Regulatorik schwer.

Steinkamp: Es war wegen der Niedrigzinsen nicht mehr so lukrativ. Gewerbekunden mussten aber ihre Erträge absichern, über Betriebsschließungs- und Ertragsausfallversicherungen und ähnliches. Das Geschäft ist dadurch stark gewachsen und zum Schwerpunkt geworden. Was die Zahl der Verträge angeht, ist zwar das Privatkundengeschäft am stärksten. Die meisten Beiträge fließen aber im Gewerbegeschäft.

Derzeit gibt es Diskussionen um Investoren in Pools. Haben Sie nicht mal Lust, dass jemand bei Aruna einsteigt?

Kluwe: Nein.

Warum nicht? Die bringen Geld mit.

Kluwe: Was soll ich damit?

Expandieren.

Kluwe: Das ist reine Wachstumsdenke, die uns bei Aruna völlig fremd ist. Wir wollen nicht die Größten sein, sondern lieber coole Sachen machen. Wir machen auch mal Dinge, die sich nicht gleich nach einem Jahr rechnen. Oder es kommt nur eine schwarze Null raus, bietet aber unseren Maklern großen Mehrwert. Das ist auch in Ordnung. Ein Investor redet mir im Zweifel rein und will eine Rendite auf seine Anlage.

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