Kaufpreis erhöht

VIG bessert nach und will Nürnberger ernsthaft kaufen

Harald Rosenberger, Vorstandschef der Nürnberger: Auch der Vorstand will seine Aktien verkaufen
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Harald Rosenberger, Vorstandschef der Nürnberger: Auch der Vorstand will seine Aktien verkaufen
Die Nürnberger Versicherung und die Vienna Insurance Group (VIG) haben sich geeinigt. Letztere wird offiziell für die Aktien ersterer bieten. Dafür hat sie den Kaufpreis etwas nachgebessert. Sogar der Aktienmarkt nimmt das Angebot nun ernst.

Die Übernahme der Nürnberger Versicherung nimmt konkrete Formen an. Die Vienna Insurance Group (VIG) hat sich verpflichtet, den Aktionären der Nürnberger Beteiligungs-AG ein Kaufangebot zu unterbreiten. Es soll 120 Euro betragen, nachdem vor einigen Tagen noch von 115 Euro und einigen Wenns und Abers die Rede war. Damit will sie eine „kontrollierende Mehrheitsbeteiligung“ erreichen.

Die Finanzmärkte nehmen dieses neue Angebot deutlich ernster als das davor. Denn der Aktienkurs der Nürnberger sprang heute auf 118 Euro nach oben (Stand: 9.18 Uhr). Nach der Transaktion will man die Aktien vom Markt nehmen. Sie wären dann an der Börse nicht mehr handelbar.

Wie beide Unternehmen melden, haben sie die Due-Diligence-Prüfung und weitere Verhandlungen abgeschlossen. Die Vereinbarung zum Zusammenschluss sei bereits unterschrieben.

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Offenbar liefen auch die Gespräche mit den Großaktionären erfolgreich. Wie die VIG meldet, haben sie sich in Summe verpflichtet, Aktien für insgesamt 64,4 Prozent des Nürnberger-Grundkapitals anzudienen. Auch die Vorstandsmitglieder der Nürnberger wollen angeblich das Angebot für alle ihre Aktien annehmen.

Auch nicht ganz uninteressant: Einen sogenannten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag haben die Parteien für die ersten drei Jahre nach Vereinbarung ausgeschlossen. Solche Verträge sind insofern unschön, weil dann die Nürnberger nichts mehr selbst zu sagen hätte und sämtliche Gewinne an die VIG abgeben müsste. So aber nun erstmal nicht.

Ebenso soll die VIG zugesagt haben, bestehende Arbeitsplätze und Betriebsvereinbarungen halten zu wollen. Man wolle Mitarbeiter binden und fördern und Identität und Marke behalten. Geld soll in die Technik fließen, damit die IT-Transformation vorangeht und eine zukunftsfähige Systemlandschaft entsteht.

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