Betriebliche Vorsorge

bAV und bKV: Diese Hürden bremsen die Verbreitung

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Hendrik Schmidt
Arbeiter in einem Folienwerk: bAV und bKV haben noch Potenzial im Mittelstand.
Der Marktforscher Heute und Morgen hat untersucht, welche zentralen Hemmnisse – und auch Erfolgstreiber – es in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) und Krankenversicherung (bKV) gibt. Und zwar aus Sicht von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Versicherungsmaklern.

„Die Versicherer können in puncto Produktgestaltung, Marketing und Vertrieb der betrieblichen Vorsorge von erfolgreichen anderen Lohnzusatzleistungen noch einiges lernen“, sagt Axel Stempel, Geschäftsführer bei Heute und Morgen. „Ohne entscheidende neue Impulse und umfassendere Neuausrichtungen ist insgesamt zu befürchten, dass insbesondere die bAV künftig noch tiefer in die Krise geraten und weiter an Marktanteilen verlieren wird.“

Auch Versicherungsmakler sehen den bAV-Markt in aktueller Ausprägung sehr pessimistisch, zeigt die Umfrage. Zugleich wünschen sie sich die bevorzugte Behandlung der bAV im Universum der Lohnzusatzleistungen – und diesbezüglich auch mehr politischer Lobbyarbeit der Versicherer.

Mit Fokus auf die bKV zeigt sich, dass diese in kleinen und mittelständischen Unternehmen bisher erst eine vergleichsweise geringe Bekanntheit aufweist. Vertriebshemmnis ist häufig noch die geforderte Mindestanzahl an Mitarbeitern für die Kollektivverträge. Unsicherheit erzeugt zudem die Frage der Übertragbarkeit der Leistungen bei einem möglichen Arbeitgeberwechsel.

Im grundsätzlich als attraktiv erlebten Budgettarif zeigen sich aus Arbeitnehmersicht noch Unzufriedenheiten mit der praktischen Umsetzung. Maklerseitig wird auch hier der Wunsch nach einer anderen Stellung der bKV im Universum der Lohnzusatzleistungen sichtbar. Längerfristig gehen die Versicherungsmakler aber von einer rosigen Zukunft für die bKV aus; zumal damit gerechnet wird, dass die Leistungen der GKV weiter eingeschränkt werden und die privaten Zuzahlungsbeträge vermehrt erhöht werden.

„Trotz ebenfalls vorhandener Hemmnisse sieht die Zukunft der bKV in der Gesamtperspektive chancenreich aus“, sagt Christina Barschewski, Senior Projektleiterin bei Heute und Morgen. „Um das vorhandene Potenzial noch stärker zu nutzen, können die Anbieter am besten punkten, die sich ein tiefgehendes Verständnis der Erwartungen und Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder aneignen und diese auch konsequent bedienen.“

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