Keine Einzelaktien

Auf welche Altersvorsorge Christian Lindner privat setzt

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) spricht in der Potsdamer Schinkelhalle mit dem Publikum: Lindner darf nicht in Einzelaktien anlegen.
© picture alliance/dpa | Michael Bahlo
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) spricht in der Potsdamer Schinkelhalle mit dem Publikum: Lindner darf nicht in Einzelaktien anlegen.
Bundesfinanzminister Christian Lindner ist gerade dabei, die Altersvorsorge in Deutschland durch das Generationenkapital zu reformieren. Doch wie sorgt er eigentlich selbst fürs Alter vor? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Christian Lindner hat es sich zum Ziel gesetzt, die private Altersvorsorge mittels des sogenannten Generationenkapitals zu reformieren. Doch wie investiert der Bundesfinanzminister selbst sein Geld?

„Als Finanzminister habe ich mich freiwillig den Compliance-Regeln meines Ministeriums unterworfen“, sagt Lindner gegenüber der „Berliner Morgenpost“. Daher sei für ihn eine Investition in Einzelaktien oder andere spezielle Anlageformen als eigene Altersvorsorge verboten.

Lindners Altersvorsorge besteht aus ETFs und Immobilien

Die Compliance-Regeln sollen Interessenskonflikten vorbeugen. Das Bundesfinanzministerium hat diese nach dem Wirecard-Betrugsfall etabliert. Damals hatten unter anderem Mitarbeiter der Finanzaufsicht Bafin mit Wirecard-Aktien spekuliert.

FDP-Chef Lindner setzt daher auf passiv gemanagte Fonds und Immobilien. Das Börsenbeben der vergangenen Woche beunruhigt Lindner nicht. Für ihn sei die aktuelle Situation „keine systemische Krise“, wie er gegenüber der „Berliner Morgenpost“ betonte.

Generationenkapital als wichtiger Baustein künftiger Altersvorsorge

Mit dem sogenannten Generationenkapital will die Bundesregierung einen zusätzlichen Baustein für die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung geschaffen.

Im Juli 2024 erklärte Anja Mikus, Vorstandschefin des Atommüll-Fonds Kenfo, einige Details zu dem Fonds. Der „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“, kurz Kenfo, eigne sich aus ihrer Sicht durchaus zur Blaupause für das künftige Milliardenvermögen, das später mal die gesetzliche Rente stützen soll (weitere Details zum Kenfo lesen Sie hier).

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Der größte Unterschied zwischen dem Generationenkapital und Kenfo: „Das Risikoprofil der beiden Vermögen ist deutlich anders“, erklärte Mikus auf der Pressekonferenz.

  • Denn beim Generationenkapital sei geplant, dass Auszahlungen erst nach zehn oder zwölf Jahren erfolgen.
  • Beim Kenfo ist dafür laut Mikus hingegen jedes Jahr ein dreistelliger Millionenbetrag vorgesehen.

Detaillierte Informationen zum geplanten Generationenkapital finden Sie auch hier. 

Das Thema „Generationenkapital“ und die Idee, die Altersvorsorge an der Börse anzulegen, findet nicht überall Zustimmung. Mein Kollege und Altersvorsorge-Experte Andreas Harms ist aber begeistert davon: „Das Generationenkapital ist in meinen Augen eine gute Idee, die schon einige andere Länder vor uns umgesetzt haben“. Seinen gesamten Kommentar dazu lesen sie hier.

Wer sich mit Christian Lindner über das geplante Generationenkapital unterhalten möchte, kann das im Rahmen des Bürgerdialogs des Bundesfinanzministeriums tun. Am 14. August macht er Station in Friedrichshafen und am 8. September in Berlin.

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