Studie

In der Finanzberatung haben viele noch KI-Vorbehalte

Junge Frau und älterer Mann sind über einen Laptop gebeugt: Jüngere Kunden sind für den Einsatz von KI in der Finanzberatung offener als Ältere
© picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose
Junge Frau und älterer Mann sind über einen Laptop gebeugt: Jüngere Kunden sind für den Einsatz von KI in der Finanzberatung offener als Ältere.
KI hält so langsam auch Einzug in die Finanzberatung. Davon begeistert zeigen sich aber längst nicht alle Kunden. Wie aufgeschlossen Kunden der künstlichen Intelligenz (KI) gegenüber sind, hängt vor allem vom Haushaltsnettoeinkommen und Alter ab. Die Ergebnisse im Überblick.

Gut ein Drittel der Deutschen steht dem Einsatz von KI-gestützten Beratungsangeboten zu Themen wie Geldanlage, Kredit oder Altersvorsorge aufgeschlossen gegenüber. Zwei Drittel der Deutschen haben bezüglich der künstlichen Intelligenz (KI) als Tool in der Finanzberatung jedoch noch Vorbehalte.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Studie der Teambank. Im Februar 2024 befragte das Marktforschungsinstitut Yougov im Auftrag der Teambank 3.122

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Offen für eine KI-gestützte Finanzberatung zeigen sich 53 Prozent der Höchstverdiener in der Studie mit einem Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro im Monat. Je niedriger das Haushaltseinkommen der Befragten ausfällt, desto weniger begeistert zeigen sich die Befragten vom Einsatz der KI. Nur 31 Prozent der Befragten mit einem Nettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro im Monat sind dafür aufgeschlossen, dass die KI in ihre Finanzberatung integriert wird.

Wie aufgeschlossen Haushalte mit unterschiedlichem Nettoeinkommen für den Einsatz der KI in ihrer Finanzberatung sind, zeigt die folgende Grafik:

Haushaltsnettoeinkommen sehr aufgeschlossen eher aufgeschlossen
bis unter 1.000 Euro  11 Prozent 20 Prozent
1.000 bis unter 2.000 Euro  5 Prozent 24 Prozent
2.000 bis unter 3.000 Euro 7 Prozent 33 Prozent
3.000 bis 4.000 Euro 7 Prozent 30 Prozent
4.000 Euro und mehr  12 Prozent 41 Prozent

Quelle: Teambank

Generell haben jüngere Kunden die geringsten Berührungsängste mit der KI. Fast die Hälfte der 18- bis 49-Jährigen würde sich von der KI zu Finanzthemen beraten lassen. Diese Einstellung teilt allerdings nur ein Viertel der 50- bis 79-Jährigen.

Die detaillierteren Ergebnisse nach Altersgruppen gibt es in der Übersicht:

Alter sehr aufgeschlossen eher aufgeschlossen
18 bis 29 Jahre 10 Prozent 39 Prozent
30 bis 49 Jahre 10 Prozent 37 Prozent
50 bis 79 Jahre 4 Prozent 20 Prozent

Quelle: Teambank

Die Studie hat auch die Gründe untersucht, warum die Befragten den Einsatz von künstlicher Intelligenz in ihrer Finanzberatung ablehnen beziehungsweise befürworten.

Argumente der KI-Befürworter für deren Einsatz in der Finanzberatung
  • Für eine Beratung durch KI spricht aus Sicht der Aufgeschlossenen vor allem die Verfügbarkeit rund um die Uhr. 81 Prozent nennen diesen Vorteil.
  • Drei von vier Befragten erwarten durch die KI eine objektivere und unabhängigere Beratung.
  • Weitere 71 Prozent fühlen sich durch KI weniger zu Handlungen und Zusagen gedrängt.
  • 67 Prozent halten es für möglich, dass die Technologie dem Menschen überlegen ist. 
Argumente der KI-Skeptiker gegen deren Einsatz in der Finanzberatung
  • 86 Prozent der KI-Spektiker befürchten, dass die Entscheidungen nicht immer transparent nachvollziehbar sind.
  • Weitere 82 Prozent vertrauen Menschen mehr als Maschinen.
  • 82 Prozent befürchten außerdem, dass die KI ihre Fragen nicht ausreichend beantwortet.
  • 60 Prozent lehnen die Technologie sogar grundsätzlich ab, weil sie den Verlust von Arbeitsplätzen befürchten.

„Im Bereich der Finanzdienstleistungen bietet KI in allen Phasen der Kundenbeziehung individuelle Unterstützung“, sagt Christian Polenz, Vorstandsvorsitzender der Teambank. Um das Vertrauen in diese Technologien zu stärken, ist es aus Polenz‘ Sicht entscheidend, konkrete Leitplanken für die Arbeit mit KI-Tools in Unternehmen vorzugeben.

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